Das verloren geglaubte Mkomazi Schutzgebiet dient im Nordosten als Pufferzone zum kenianischen Tsavo East Nationalparks und zieht sich im Südwesten entlang der Pareberge bis hin zur Masai-Steppe. Im Südosten wird es durch den Umbafluss und die Usambaraberge begrenzt. Zusammen mit dem Umbariver Wildschutzgebiet wurde Mkomazi im Jahre 2008 zum Nationalpark ernannt und bildet ein bedeutungsvolles und grossräumiges Ökosystem. Die beiden Bergketten als Hintergrundkulisse und die sich abwechselnden Baumsavannen und offenen Ebenen sorgen für eine imposante Landschaft. Seit der Ergreifung verschiedener Schutzmassnahmen hat sich die Tierwelt in diesem leergewilderten Gebiet allmählich wieder erholt: neben einer Vielzahl von Grosstieren und über 400 Vogelarten sind hier die letzten Herden der eleganten Giraffengazelle (Gerenuk) anzutreffen. Heute stellt Mkomazi eine einmalige Erfolgsgeschichte dar: unter schwierigsten Bedingungen wurde ein professionell geschützer Lebensraum für die vom Aussterben bedrohten Tierarten schwarzes Nashorn und afrikanischer Wildhund geschaffen. 1998 wurde Tony Fitzjohn von der tansanischen Regierung mit diesem Projekt betraut und es gelang ihm in wenigen Jahren ein international anerkanntes Aufzuchts- und Wiederansiedlungs-programm zu realisieren. Mkomazi liegt abseits der grossen Touristenströme – dennoch, ein Besuch lohnt sich! |