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Orang Utans, Elefanten und Giraffen im Zolli

News

Orang Utans, Elefanten und Giraffen im Zolli

Ruedi R. Suter

Gleich zweifach bot der FSS-Herbst-Event 2017 Spannendes zu Wildtieren im Basler Zoo: EinenVortrag über ein Arterhaltungs-Projekt in Malaysia und eine Führung zu Elefanten und Giraffen.

Von Matthias Brunner

Menschenaffen sind weltweit in ihrem Überleben bedroht, nicht nur in Afrika. Hauptgrund ist das menschenverursachte Verschwinden der natürlichen Lebensräume von Primaten. So auch auf der Insel Borneo. Hier wurde schon in den 1970-er und 1980-er Jahren der grösste Teil des Primärregenwaldes wegen des begehrten Tropenholzes zerstört. Heute erstrecken sich auf den damals abgeholzten Gebieten die Monokulturen riesiger Palmenplantagen zur industriellen Palmöl-Gewinnung. Indonesien ist der grösste Palmölproduzent der Welt.

«Bauminseln» verbinden

Im malaysischen Teil der Insel wurde auf einer Gesamtfläche von 300 Quadratkilometern aus den verbliebenen, verstreuten Waldstücken ein Naturschutzgebiet zur Erhaltung der rund 1 000 verbliebenen Orang-Utans geschaffen.

In seinem mitreissenden Vortrag berichtete der Biologe Adrian Baumeyer vor rund 60 FSS-Mitgliedern im Zoo Basel über diesescheuen Waldbewohner und von seinen Eindrücken des Erhaltungsprojekts «Hutan», die er sich selber vor Ort machen konnte.

In mühseliger Handarbeit würden die Projektmitarbeiter Baumschösslinge gepflanzt. Mit dieser Aufforstung sollen die isolierten Bauminseln, inmitten der Plantagen, miteinander verbunden werden. «So entsteht neuer Lebensraum für die Orang-Utans», erklärte Baumeyer. Das Projekt finde Rückhalt in der ansässigen Dorfbevölkerung, weil dadurch 50 Arbeitsplätze für die Einheimischen entstanden sind.

Baumeyer, im Zoo Basel als Kurator für die Affen zuständig, sprach auch die Problematik der Palmölproduktion an: «Das Palmöl ist Fluch und Segen zugleich». Die Palmen wären halt im Vergleich zu andern Ölsaaten ausserordentlich ertragreich. Sie bräuchten markant weniger Anbauflächen und ihr Nährwert überbiete jene anderer pflanzlicher Speiseöle bei weitem.

Einen Ausweg aus dem Interessenkonflikt «Urwald oder Palmplantagen» sieht er in Palmöl, dass nach den Richtlinien des Labels RSPO (Certified Sustainable Palmoil) produziert wird. Wie weit die Richtlinien kontrolliert und tatsächlich eingehalten werden, vermochte Baumeyer allerdings auch nicht einzuschätzen. 

Abwechslungsreiche Elefantenanlage

Im zweiten Teil des diesjährigen FSS-Herbstevents vom 14. Oktober konnten die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt unter der kompetenten Führung von Alex Schläpfer und Simona Inches allerlei Interessantes über die Zootiere erfahren. So beispielsweise, dass die Tragzeit bei den Elefanten ganze 22 Monate dauert und das Kalb noch bis im Alter von vier Jahren bei der Mutter Milch trinkt.

Snack in der neuen Elefanten-Anlage zu Basel

Snack in der neuen Elefanten-Anlage zu Basel

Bei der neu gestalteten Elefantenanlage ist der Name Programm: «Tembea» bedeutet auf Suaheli «Bewegung». Die Elefanten müssen sich nämlich das Futter an den 121 computergesteuerten Stellen holen, die über die ganze Aussenanlage verteilt und abwechslungsweise geöffnet sind.

An die Anfänge des Zoologischen Gartens Basel hingegen erinnert das alte Antilopenhaus von 1910, das vor allem wegen seiner vom Jugendstil geprägten Architektur erhalten geblieben ist. Während im Stallinnern die äusserst seltenen Okapis aus den Ituri-Urwäldern des Konkgobeckens betrachtet werden konnten, hielten sich die Giraffen mit ihren bis über vier Meter langen Hälsen an diesen sonnigen Prachttag im Aussengehege auf.

Artenschutz und Zusammenarbeit

Die Zeit ging dank den anschaulichen Erklärungen schnell vorbei, und so waren die Führungen auch schon bald zu Ende. Der Herbst-Event wurde dank der perfekten Organisation der aktiven FSS-Mitglieder Erich und Karin Tschannen zu einem eindrücklichen Erlebnis für alle teilnehmenden Mitglieder und InteressentInnen. Am Empfang wurden die rund 60 Gäste auch von den Vorstandsmitgliedern Judith Wyss, Robert Bickel und dessen Ehefrau Beatrice empfangen.

FSS-Präsident Adrian Schläpfer begrüsste die Gästeschar und betonte die wachsende Wichtigkeit des Artenschutzes und der Zusammenarbeit zwischen Zoos und Institutionen wie dem FSS, die sich auch draussen «im Busch» engagieren.

© Fotos by Ruedi Suter: Zookurator Adrian Baumeyer informiert über die Orang Utans