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Insekten-Drama

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Insekten-Drama

Jan E. Bolte

In Afrika und überall auf unserer Welt sind es Myriaden von Insekten und anderen Tieren, die Pollen von einer Pflanze zur nächsten tragen und so die Blüten bestäuben. Ihre Tun kann nicht genug geschätzt werden.

Der Grund: Bestäuber sind nicht nur wirtschaftlich eminent wichtig, weil sie für bessere Ernten in der Landwirtschaft sorgen. Auch viele Wildpflanzen sind auf ihre Dienste angewiesen, um sich vermehren zu können. Nun können NaturwissenschaftlerInnen die Bedeutung dieser wertvollen Helfer mit eindrucksvollen Zahlen belegen. So sind fast 90 Prozent aller wildwachsenden Blütenpflanzen der Erde auf tierische Besucher angewiesen. Das Gleiche gilt für mehr als 75 Prozent der Nutzpflanzen.

"Ohne den Bestäubungsservice würde die Ernte der meisten Früchte, Samen und Nüsse deutlich dürftiger ausfallen", meldet der Infodienst Biodiversität Schweiz. Diese aber seien die Hauptlieferanten von Mikronährstoffen wie Vitamin A und C, Kalzium und Folsäure, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind. Ein Verschwinden der Bestäuber könnte nach Einschätzung der Forscher daher global gesehen zu Gesundheitsproblemen führen.

Sie befürchten in diesem Fall etwas häufigere Erkrankungen der Herzkranzgefässe. Hinzu kommen die massiven wirtschaftlichen Einbussen. Geschätzte fünf bis acht Prozent der weltweiten Ernten würden ohne die Bestäuber verloren gehen. Betroffen wären auch wertvolle Welthandelsprodukte wie Kakao, Kaffee oder Mandeln, die in etlichen Ländern Millionen von Arbeitsplätzen schaffen.

Insgesamt halten die Experten wirtschaftliche Verluste zwischen 235 und 577 Milliarden US-Dollar pro Jahr für realistisch. Die Tendenz ist dabei eher steigend. Denn die Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Blütenbesuchern nimmt zu. Weltweit sei die Produktion von auf Bestäubung angewiesenen Nutzpflanzen in den letzten 50 Jahren um 300 Prozent angestiegen.

Das gewaltige Problem: Viele wildlebenden Blütenbesucher – worunter Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel, Fledermäuse – sind pausenlos am Verschwinden. Dank Pestiziden, Monokulturen und Klimawandel-Einflüssen.

Foto zVg: Schmetterling