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«Elefanten-Mutter» Daphne Sheldrick hat die Herde verlassen

News

«Elefanten-Mutter» Daphne Sheldrick hat die Herde verlassen

Ruedi R. Suter

Nairobi, 14. April 2018 – Die in Kenia geborene und aufgewachsene «Elefantenmutter» Daphne Majorie Sheldrick starb am 12. April 2018 im Alter von 83 Jahren an Krebs. Dies berichtet die BBC. Berühmt geworden war die geadelte Elefantenretterin mit ihrer 1977 gegründeten und nach ihrem verstorbenen Ehemann benannten Wohltätigkeitsorganisation «David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT)». 

Mit dieser spezialisierte sich Daphne Sheldrick in der gleichnamigen Aufzuchtstation in der Nähe von Nairobi auf die Rettung und spätere Auswilderung verwaister Elefantenkälber, deren Eltern Dürren nicht überlebten oder von Wilderern umgebracht worden waren. 

Angepasste Flaschennahrung für Elefanten

Für das Grossziehen der Elefantenbabies entwickelte Sheldrick im Laufe fast dreier Jahrzehnte eine den Tieren angepasste Flaschenernährung mit eigener Milchformel. Diese muss aus pflanzlichen Fetten hergestellt werden, da Elefantenkinder Kuhmilch nicht vertragen und daran sterben. Um die 230 kleine Elefanten konnten so im Laufe der Zeit vor dem Tod gerettet werden.

Daphne hatte bereits als Kind und Tochter eines britischen Landwirts in Nakuru junge verwaiste Wildtiere aufgezogen und wieder frei gelassen. Zu Beginn half sie dem britischen und ebenfalls in Kenia aufgewachsenen Mann David Sheldrick (1919 - 1977), dem Hauptbegründer des Tsavo-Nationalparks. Als David im Juni 1977 an einem Herzinfarkt starb, führte sie einen Teil der gemeinsame Arbeit fort und wurde als «Mutter der Elefanten» weltberühmt.

«Born to be wild»

Sie veröffentlichte mehrere Bücher, belebte Reportagen und Dokumentarfilme, worunter auch «Born to be wild». Im Jahre 2000 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der schottischen Universität Glasgow. Und sechs Jahre später wurde sie von der britischen Königin Elisabeth II zur «Dame Commander of the Order of the British Empire» geschlagen. 

Mit Daphne Sheldrick hat die Welt zweifellos eine der engagiertesten Wildtierschützerinnen verloren. Nicht verwunderlich, dass ihre grösste Sorge die Elefantenwilderei war. Erst 2016 warnte sie noch, die Waldelefanten Zentralafrikas könnten bis 2025 ausgerottet worden sein. fss

Foto; «Dame» Sheldrick in jüngeren Jahren    © Screenshot aus www.sheldrickwildlifetrust.org