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Tansanias einzigartige Tierwelt

Vom Bushbaby zum Nashorn und Quastenflosser

Tansania ist heute eines der wildtierreichsten Länder Afrikas überhaupt. Zu verdanken ist dies den vergleichsweise grossen Schutzanstrengungen des Landes, die seit 1984 vom FSS mitgetragen werden. Die beträchtlichen Schutzbemührungen sind auf Julius Nyerere zurückzuführen, der als Freund des deutschen Naturschützers Bernhard Grzimek und weitsichtiger erster Präsident Tansanias das Überleben der Wildtiere auch im Namen Afrikas und der globalen Biodiversität zur Staatsaufgabe erklärte. Noch als Premierminister hatte Nyerere 1961 wenige Monate vor der Unabhängigkeit das wegweisende "Arusha-Manifest" unterschrieben. Wortlaut:

"Das Überleben unserer Wildtiere ist ein sehr wichtiges Anliegen von uns allen in Afrika. Diese ungezähmten Geschöpfe in ihrer natürlichen Umgebung sind nicht nur eine Quelle des Erstaunens und der Inspiration, sie sind auch ein unverzichtbarer Teil unserer Naturschätze und unserer zukünftigen Lebensqualität.

Indem wir die Verantwortung für den Erhalt unserer Wildtiere annehmen, erklären wir feierlich, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, damit sich auch unsere Urenkel noch an diesem reichen und wertvollen Erbe erfreuen können.Der Schutz der Wildtiere und Wildlandschaften erfordert Fachwissen, geschulte Arbeitskräfte und Geld. Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Nationen bei dieser wichtigen Aufgabe – einer Aufgabe, deren Erfolg oder Misserfolg nicht nur den afrikanischen Kontinent, sondern die ganze Welt betrifft."

Die grösste zusammenhängende Population afrikanischer Wildtiere lebt in Tansania: Im Serengeti-Nationalpark und dem angrenzenden Schutzgebiet um das Hochland des Ngorongoro-Kraters. Weltbekannt sind hier die dem Jahreszyklus der Regenfälle folgenden Gnus, die zu Hunderttausenden das weitläufige Ökosystem des tansanischen Serengeti-Nationalparks und des angrenzenden kenianischen Masai Mara-Nationalparks durchwandern.

In diesem einzigartigen Ökosystem sind eine kaum zu übertreffende Vielfalt an Tierarten anzutreffen, denen die nachstehende Aufzählung nur ansatzweise gerecht werden kann. Zebras, Impalas, Thomson- und Grantgazellen, Elen, Topi, Kongoni, Ried- und Wasserböcke, Klippspringer, Duiker und grazile DikDiks.

Da sind aber auch Löwen, Leoparden, Geparde, Servale, verschiedene Arten von Schleichkatzen und Mangusten, Wildhunde, Hyänen, Schakale, Schlangen wie Pythons, Mambas und Kobras, Schliefer, Elefanten, Büffel, Giraffen, Erdferkel, Warzen- und Stachelschweine, einige wenige scharf bewachte Spitzmaulnashörner, Schuppentiere und Schildkröten. Nicht zu vergessen die Krokodile, Flusspferde, Warane, Fische und Frösche, sowie eine kaum vorstellbare Menge an Insekten und Vogelarten, die vom Strauss, über verschiedene Geier-, Adler- und Storchenarten bis zu den Staren, Madenhackern, Weber- und winzigen Nektarvögeln jede Grösse aufweisen.

Zudem beherbergt Tansania mit dem rund 55'000 Quadratkilometer grossen Selous Game Reserve im Süden des Landes das zweitgrösste Wildschutzgebiet der Erde. Auch in ihm dürften noch grosse Tierpopulationen leben, worunter auch Büffelherden, Kudus und Oryxantilopen. Vor der fürchterlichen Heimsuchung durch Wildererbanden gegen Ende des 20. Jahrhunderts wies der Selous die weltweit grösste Elefantenpopulation auf.

Berg- oder Flachlandgorillas gibt es keine in Tansania. Hingegen leben, wenn auch arg bedrängt, Schimpansen im Mahale Moutain-Nationalpark und im winzigen Gombe Stream-Nationalpark, der durch die Primatenforscherin Jane Goodall weltberühmt wurde. Weitere im Land anzutreffende Affenarten: Paviane, Meerkatzen und die vor wenigen Jahren erstmals entdeckten Hochland-Mangaben. Mit Glück zu sehen gibt es aber auch die prächtigen Mantelaffen (Colobus guereza), Bärenstummelaffen (Colobus polykomos) und Roten Stummelaffen (Procolubus badius). Und, als Vertreter einer kleinen, nachtaktiven Primatenart, die putzigen Bushbabies.

Das einst zahlreich anzutreffende Spitzmaulnashorn (Schwarzes Nashorn) wurde in Tansania beinahe ausgerottet. Nur im Ngorongoro-Kratergebiet konnten ein paar wenige Exemplare vor der Wilderei geschützt werden. Unterdessen wurden im Mkomazi-Nationalpark und in der Serengeti einige Spitzmaulnashörner wieder angesiedelt. In der südlichen Serengeti erholte sich im Moru-Gebiet eine rund um die Uhr bewachte Population so weit wieder (auch mit Hilfe des FSS), dass deren Bestand anfangs 2011 erneut über 20 Tiere zählte. Ohne scharfe Bewachung würden die prächtigen Urtiere jedoch bald das Opfer von Wilderern, die vorab im Auftrag chinesischer Hintermänner ihr blutiges Handwerk betreiben.

Auch die Elefanten sind ständig in Gefahr, ihres Elfenbeins wegen von Wilderern umgebracht zu werden. Dort aber, wo ihr Schutz garantiert werden kann, erholen sich ihre Bestände rasch wieder. Dies zeigt sich auch im Schwerpunktgebiet des FSS, in der westlichen Serengeti, wo die grauen Riesen seit 2000 wieder zahlreicher anzutreffen sind. Schliesslich bietet Tansania auch in seinen Küstengewässern des Indischen Ozeans eine tierische Sensation: Dort lebt in den Tiefen des Meeres mit dem Quastenflosser einer der ältesten Fische der Welt. Leider ist auch dieser Urfisch durch die Netzfischerei und das Fischen mit Dynamit bedroht.

Dank zahlreicher Anstrengungen durch die Behörden, die Wildhüter und die Unterstützung durch internationale Wild- und Naturschutzorganisationen konnte Tansanias Wildtierreichtum in die Jetztzeit gerettet werden. Trotzdem müssten die Anstrengungen – auch mit internationaler Hilfe – vervielfacht werden, um den Wildtieren des Landes eine Zukunft zu sichern.

Probleme wie das Bevölkerungswachstum, die Verknappung von fruchtbarem Land, einschneidende Klimaveränderungen, Hunger und Armut, Landkonflikte, unkontrollierte Jagd, Korruption und die drohende Öffnung geschützter Gebiete, um sie Rohstoffkonzernen zugänglich zu machen, drohen die bisherigen Errungenschaften schnell zunichte zu machen. Dessen ist sich der FSS bewusst, weshalb er alles daransetzt, um den Wildtieren im Rahmen seiner Kräfte gezielt ihre Freiräume zu erhalten. Ganz nach dem Motto:

"Geht's den Menschen gut, geht es den Wildtieren besser."

Aktuell Afrika

Tansania: Elfenbein von 500 Elefanten beschlagnahmt (englisch)

Beunruhigende Nachrichten aus Tansania: 1'041 beschlagnahmte Stosszähne zeigen, dass die Behörden die Elefantenwilderei nicht im Griff haben, wie sie kürzlich noch behaupteten.

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Ostafrikas Nomaden: Zukunft des unaufhörlichen Leidens

Unvorstellbar, was sich zurzeit in Ostafrika abspielt. Die Gründe für die "grösste Hungersnot seit 60 Jahren" sind vielfältig. Am schlimmsten betroffen sind zurzeit die von den Regierungen diskriminierten "Primitiven" – die Nomadenvölker.

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Nahrungsmittelkrise in Ostafrika

Berlin, 09.07.2011: In Ostafrika bleibt schon das zweite Jahr in Folge die Regenzeit aus. Die Dürre betrifft etwa 12 Millionen Menschen. Zentrum der Krise ist die Grenzregion von Somalia, Äthiopien und Kenia. Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung dort sind vor allem Ackerbau und Viehzucht.

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Masern-Tote in Tansania

In Ostafrika fordern Masern erste Opfer. Die hoch ansteckende Infektionskrankheit breitet sich aus und erfordert individuelle Abwehrmassnahmen.

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Beunruhigende Entwicklung in der Masai Mara

In der Masai Mara in Kenia nimmt die Zahl der Tiere stark ab.

Das Naturschutzgebiet der Masai Mara in Kenia ist der nördliche Ausläufer der Serengeti. Obwohl die Masai Mara in Kenia und nicht in Tansania liegt, betrifft der Bericht auch die Serengeti, die beiden Reservate sind durch die Tierwanderungen stark miteinander verbunden.

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Termine

Einladung: FSS - Generalversammlung 2012, 22. Mai 2012

Sie und Ihre Verwandten und Bekannte sind herzlich eingeladen zur Generalversammlung 2012 mit Bild-Vorträgen zur Lage in Afrika.

Dienstag, 22. Mai 2011, 19.30 Uhr, Saal Rio Grande, Zoo Zürich.

Anlässlich der Versammlung hören Sie einen Vortrag:

„Ein Mann, eine Leidenschaft und seine r-evolutionären Buntbarsch-Beobachtungen.“

Der Schweizer Dr. h.c. Heinz Büscher-Hager erzählt über seine sensationellen Entdeckungen im Tanganyikasee.