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The Big Five

Die Jagd, die Wilderei und das Früher

Unter den "Big Five" verstanden die weissen Grosswildjäger im kolonisierten Afrika fünf besonders imposante Säugetiere: Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe. Wer als Trophäenjäger eines dieser "gefährlichen" Wildtiere zur Strecke brachte, fühlte einen Stolz, den Nichtjäger nicht nachvollziehen können.

Wem als Grosswildjäger der Abschuss aller "Grossen Fünf" einmal oder gleich mehrfach gelang, um mit den Trophäen daheim in Europa oder Amerika sein Haus zu zieren, steigerte in Jagdkreisen sein Ansehen mächtig. Kein Wunder, dass die Jagdtouristen von heute die Bezeichnung "Big Five" weiterverwenden. Selbst jene Tourismusindustrie, die mit der Jagd nichts am Hut hat, gebraucht den offensichtlich erregenden Begriff heute gerne.

Glücklicherweise wird Tansania heute noch von allen "Big Five" bevölkert. Leider ist nicht zu übersehen, dass ihre Zahl zusehends schwindet. Für das bereits arg dezimierte Spitzmaulnashorn, dem Wappentier des FSS, sind gar aufwändige Überwachungsmassnahmen notwendig, damit sie ihres Nasenhorns wegen nicht von Wilderern für den asiatischen Markt umgebracht werden.

Die Gründe für den Schwund der fünf prächtigen Tierarten sind zahlreich: Wilderei für den Kommerz, schlecht kontrollierte Jagdzonen, Zunahme der menschlichen Bevölkerung und des Siedlungsdrucks auf die letzten Refugien der "Big Five", Seuchen und das Auslegen von Gift. Dagegen kämpfen engagierte Behördenmitglieder, Natur- und Tierschutzorganisationen wie unser Verein und vereinzelt sogar Jäger und Jagdorganisationen, denen das Überleben der afrikanischen Tierwelt ebenfalls ein Herzensanliegen ist. In ihren Jagdrevieren kann sich das Wild paradoxerweise oft sicherer fühlen als in den meistens schlecht oder gar nicht kontrollierten Schutzgebieten des Landes.

In Kenia ist die ausufernde und schlecht kontrollierbare Jagd verboten worden. In Tansania kann zur Jagdzeit nach wie vor auf die Pirsch gegangen werden. Regierung und Jagdlobby schreiben der Jagd gerne die Rettung des Wildbestandes zu: Mit den happigen Jagdgebühren und strengen Verhaltensregeln könnten die Wildtiere weitaus besser geschützt werden als wenn sie einfach ihrem Schicksal überlassen und ungehindert von den durch die Jagdgebiete streifenden Wildererbanden umgebracht würden.

Diesem Argument steht oftmals die Korruption zwischen bestimmten Beamten und Jägern gegenüber. Die Behörde, so eine Kritik, vergebe oftmals Jagdbewilligungen, ohne wirklich zu wissen, wie viele Tiere überhaupt noch vorhanden sind. Überdies könnten Jäger leicht mehr als die bewilligte Abschussquote schiessen, ohne in den Weiten des Landes mit Kontrollen und unbestechlichen Wildhütern rechnen zu müssen.

Kleine Geschichte der Wilderei

Das bislang unaufhaltsame Verschwinden der "Big Five" in Afrika begann mit dem Erscheinen der europäischen Mächte. Die Afrikanerinnen und Afrikaner lebten seit über einer Million Jahren in engem Kontakt mit den Wildtieren. Diese prägten ihre Mythen, dienten ihnen zur Deckung ihres Eiweissbedarfs. Das Wild jagten afrikanische Gesellschaften ebenfalls, aber fast nur für den Eigenbedarf, zum Wohle der Allgemeinheit – und nicht zur individuellen Bereicherung.

Währenddessen jagten und wilderten die Europäer erbarmungslos die eigenen Wälder leer und schufen mit der Technik neue Waffen für die Bekämpfung der Naturvölker, der Pflanzen und der Wildtiere. Dann eroberten sie Afrika und drückten dem Kontinent ihren Stempel auf. Das Wild, zuvorderst die "Big Five", wurde zu "Schädlingen", zu "Bestien" degradiert. Grosswildjäger und weisse Siedler schossen ab, was ihnen vor die Flinte kam. Schwarzafrika "erbte" von den weissen Herren aber auch noch die Nutztierhaltung sowie die – bislang nicht notwendigen – Reservate, den Naturschutz und die Wilderei.

So wuchs auch im Afrikaner eine materialistische Haltung der Tierwelt gegenüber heran: Das Tier verlor seine Seele, wurde zum Besitz, zum Statussymbol, zum Produktionsfaktor. "Je zivilisierter der Afrikaner wird, je mehr er das Besitzdenken der Europäer annimmt, in desto grösserem Mass wird er auf das zurückgreifen, was scheinbar allen gehört: Die Wildtiere – und das was von ihnen verwertbar ist." Dies die Schlussfolgerung der Schweizer Ethnologin Mary Jean Aerni, die den Ursachen der Wilderei in Afrika auf den Grund ging. Jener kommerziellen Wilderei, die heute vor allem vielen Elefanten, Nashörnern und Grosskatzen zum Verhängnis wird.

Aktuell Afrika

Tansania: Elfenbein von 500 Elefanten beschlagnahmt (englisch)

Beunruhigende Nachrichten aus Tansania: 1'041 beschlagnahmte Stosszähne zeigen, dass die Behörden die Elefantenwilderei nicht im Griff haben, wie sie kürzlich noch behaupteten.

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Ostafrikas Nomaden: Zukunft des unaufhörlichen Leidens

Unvorstellbar, was sich zurzeit in Ostafrika abspielt. Die Gründe für die "grösste Hungersnot seit 60 Jahren" sind vielfältig. Am schlimmsten betroffen sind zurzeit die von den Regierungen diskriminierten "Primitiven" – die Nomadenvölker.

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Nahrungsmittelkrise in Ostafrika

Berlin, 09.07.2011: In Ostafrika bleibt schon das zweite Jahr in Folge die Regenzeit aus. Die Dürre betrifft etwa 12 Millionen Menschen. Zentrum der Krise ist die Grenzregion von Somalia, Äthiopien und Kenia. Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung dort sind vor allem Ackerbau und Viehzucht.

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Masern-Tote in Tansania

In Ostafrika fordern Masern erste Opfer. Die hoch ansteckende Infektionskrankheit breitet sich aus und erfordert individuelle Abwehrmassnahmen.

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Beunruhigende Entwicklung in der Masai Mara

In der Masai Mara in Kenia nimmt die Zahl der Tiere stark ab.

Das Naturschutzgebiet der Masai Mara in Kenia ist der nördliche Ausläufer der Serengeti. Obwohl die Masai Mara in Kenia und nicht in Tansania liegt, betrifft der Bericht auch die Serengeti, die beiden Reservate sind durch die Tierwanderungen stark miteinander verbunden.

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Termine

Einladung: FSS - Generalversammlung 2012, 22. Mai 2012

Sie und Ihre Verwandten und Bekannte sind herzlich eingeladen zur Generalversammlung 2012 mit Bild-Vorträgen zur Lage in Afrika.

Dienstag, 22. Mai 2011, 19.30 Uhr, Saal Rio Grande, Zoo Zürich.

Anlässlich der Versammlung hören Sie einen Vortrag:

„Ein Mann, eine Leidenschaft und seine r-evolutionären Buntbarsch-Beobachtungen.“

Der Schweizer Dr. h.c. Heinz Büscher-Hager erzählt über seine sensationellen Entdeckungen im Tanganyikasee.