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FSS: "Wachsende Wilderei braucht mehr Engagement"

Warnungen an der FSS-Budgetversammlung vom 15. November 2011 in Zürich

Das Abschlachten von Elefanten in Tansania hat stark zugenommen und auch die wenigen Nashörner sind bedroht. Ein verstärktes Engagement gegen die Wilderei sei unumgänglich. Dies erklärte FSS-Präsident Bernhard Arnet an der Budgetversammlung der Freunde der Serengeti Schweiz (FSS) vom 15. November 2011 im Restaurant des Zoo Zürich.

 

"Es macht Angst, wie die Wilderei zunimmt", erklärte Beni Arnet, welcher eben von einer Familienreise mit Projektbesuchen in Tansania zurückgekehrt war. Die Zunahme der Wilderei werde den FSS wohl oder übel zwingen, seine Unterstützung der Ranger und Rangerinnen massiv zu verstärken. 

 

Dies auch darum, weil allgemein die Unterstützung der Nationalparks durch Nichtregierungsorganisationen zurückgegangen sei und die Behörden dem FSS als langjährigen Partner besonders trauten. "Man kann die wachsende Wilderei nicht mehr ignorieren, und sie fordert auch uns heraus", folgerte Arnet aus den Gesprächen mit tansanischen Anti-Wildereispezialisten. 

 

Der Verein werde seine Anstrengungen im Rahmen seiner Möglichkeiten verstärken müssen, um der verschärften Situation im Busch begegnen zu können: Mehr Finanzen sammeln, mehr Sponsoren und Donatoren motivieren, mehr Mitglieder werben, mit den Spezialisten im Busch neue Überwachungsformen entwickeln und ein neues "FSS" – das "Frühwarn-System Serengeti" – entwickeln. "Wir müssen effizienter warnen, bevor alles aus dem Ruder läuft." Dem entsprechend wird für die Festtage Geld gesammelt: "Weihnachtsspende 2011 – Stopp der Wilderei!".

 

Ansonsten habe die Reise "mehr Lust als Frust" ausgelöst, leitete der Präsident zu den erfreulichen Erlebnissen über. Freude machte insbesondere der gut unterhaltene Zustand des Rangerpostens und der Wasseranlage für Wildhüter und durstige Wildtiere (alles vom FSS angeregt und realisiert) in Loiboroserit im Süden des Tarangire-Nationalparks. An dessen Haupteingang mache nun nach langer Odyssee auch die Informationstafel "Friends of Serengeti" auf den Verein aufmerksam. 

 

Überdies konnte der Präsident das erste Antipoaching-Kit (APK 11) mit wichtigen Geräten für die Parküberwachung der Leitung des Serengeti-Nationalparks für einen ersten Test im Busch übergeben. Die motivierten Ranger und ihre hohe Meinung vom FSS hätten ihn angespornt und ihm gezeigt, dass "die guten Dienste des Vereins" sehr geschätzt würden, schloss Beni Arnet seinen Bericht.

 

Das Budget 2012 wurde von den 47 anwesenden Mitgliedern einstimmig genehmigt. Für 2012 erhofft sich der Vereinsvorstand (Bild unten) einen Gesamtbetrag von insgesamt 235'620 Franken. Davon sollen 70'000 Franken an Mitgliederbeiträgen und 78'500 Franken an Zuwendungen von SponsorInnen und DonatorInnen hereinkommen. Diverse Einnahmen sowie Entnahmen aus den Fonds sollen weitere 87'120 Franken ergeben."Es ist immer etwas schwierig, die Zukunft vorauszuschauen, doch sind wir guter Hoffnung, diese Beiträge zu erhalten", gab sich Kassier Bruno Karle zuversichtlich. Die Mitgliederbeiträge für 2012 bleiben gleich: 75 CHF pro Einzelmitglied, 100 CHF pro Ehepaar, 15 CHF pro Junioren-Mitglied und 200 CHF pro Firma.

 

 

Den Abschluss der Versammlung bildete der Film  "Habari" von Walter Meisterhans aus dem Jahre 1990.  Mit seiner Super 8-Kamera und Filmbeiträgen von David Rechsteiner gelang dem FSS-Mitglied ein ruhiger und bewegender Dokumentarfilm über die Wilderei, ihre Bekämpfung durch die Ranger und das Leben der Wildtiere in der Serengeti. 

 

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