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Heiliger Feuerberg

Afrika begreifen nur Menschen, die staunen und sich selbst in Frage stellen können. Wer dies kann, begreift: Afrika, dieses Universum, kann nicht begriffen werden. Aber es kann ertastet, erfühlt, erlebt werden. P. Werner Lange, Jahrgang 1943, einst Hochseekapitän, heute Schriftsteller, der in Marangu am Kilimandscharo lebte, hat Afrika sogar beschrieben. Insbesondere den Kilimandscharo und jetzt den Oldonyo Lengai, den aktiven Vulkan und heiligen Berg der Massai im Norden Tansanias. Was für eine Aufgabe! Denn wie kann sich ein Europäer einerseits einem der faszinierendsten Berge des Kontinents annähern, anderseits sich in das Unfassbare einfühlen, was die nomadischen Massai allgemein und am Sitz ihres Schöpfers Engai als «heilig» empfinden? Doch was beinahe aussichtslos scheint, ist diesem deutschen Autor überzeugend gelungen. Er hat ein Buch geschrieben, das Afrikainteressierte mit Genuss und garantiertem Gewinn an neuen Emotionen und Wissen lesen sollten. P. Werner Lange klettert mit uns auf den rauchenden Vulkanberg, er führt uns in dessen afrikanische und koloniale Vergangenheit, in die Jetzt-Zeit dieses Feuerbergs, seine Bedeutung und in die Mythen, Märchen und den Alltag jener Menschen, die um ihn herum leben und mit denen er viele Gespräche geführt hat.

Er bringt uns ihre Seelen und die Seele ihres heiligen Berges, ihre liebenswürdigen, aber auch ihre brutalen Seiten näher — spannend, behutsam und poetisch dargestellt, mit Karten und Fotos bebildert. Er sei nicht «übermässig von sich eingenommen», und auch das Staunen habe er nicht verlernt, schreibt der Autor eingangs. «Aber das Fühlen dieser Menschen, ihre Wesensart, werde ich nie begreifen. Und wenn ich mich ehrlich frage – sie beunruhigen mich: Sie erinnern an Versäumtes, lassen mein Tun fragwürdig erscheinen. Da bleibt ein Stachel im Hirn: Auch du könntest dich verweigern, ganz anders leben. Nein, nicht als Massai. Sie sind keine edlen Wilden. (...) Sie können so grausam wie ihre Märchen sein, und die Frauen sind hart wie Keulenholz. Wie daheim gibt es unter ihnen unbeherrschte, dünkelhafte, verlogene, habgierige Menschen und gehörige Tröpfe. Sie sind nur weitaus fröhlicher als wir.» P. Werner Lange wirft uns mit seinen oft auch nachdenklichen Texten über die Massai und ihren heiligen Berg auf uns selbst zurück: Ein feines, ein mehrdeutiges – und ein ehrliches Buch. rs

P. Werner Lange: Heiliger Berg der Massai, Oldonyo Lengai.
 ISBN 978-3-909111-70-1
EUR 39,80 / CHF 66.–


Aktuell Afrika

Tansania: Elfenbein von 500 Elefanten beschlagnahmt (englisch)

Beunruhigende Nachrichten aus Tansania: 1'041 beschlagnahmte Stosszähne zeigen, dass die Behörden die Elefantenwilderei nicht im Griff haben, wie sie kürzlich noch behaupteten.

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Ostafrikas Nomaden: Zukunft des unaufhörlichen Leidens

Unvorstellbar, was sich zurzeit in Ostafrika abspielt. Die Gründe für die "grösste Hungersnot seit 60 Jahren" sind vielfältig. Am schlimmsten betroffen sind zurzeit die von den Regierungen diskriminierten "Primitiven" – die Nomadenvölker.

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Nahrungsmittelkrise in Ostafrika

Berlin, 09.07.2011: In Ostafrika bleibt schon das zweite Jahr in Folge die Regenzeit aus. Die Dürre betrifft etwa 12 Millionen Menschen. Zentrum der Krise ist die Grenzregion von Somalia, Äthiopien und Kenia. Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung dort sind vor allem Ackerbau und Viehzucht.

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Masern-Tote in Tansania

In Ostafrika fordern Masern erste Opfer. Die hoch ansteckende Infektionskrankheit breitet sich aus und erfordert individuelle Abwehrmassnahmen.

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Beunruhigende Entwicklung in der Masai Mara

In der Masai Mara in Kenia nimmt die Zahl der Tiere stark ab.

Das Naturschutzgebiet der Masai Mara in Kenia ist der nördliche Ausläufer der Serengeti. Obwohl die Masai Mara in Kenia und nicht in Tansania liegt, betrifft der Bericht auch die Serengeti, die beiden Reservate sind durch die Tierwanderungen stark miteinander verbunden.

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Termine

Einladung: FSS - Generalversammlung 2012, 22. Mai 2012

Sie und Ihre Verwandten und Bekannte sind herzlich eingeladen zur Generalversammlung 2012 mit Bild-Vorträgen zur Lage in Afrika.

Dienstag, 22. Mai 2011, 19.30 Uhr, Saal Rio Grande, Zoo Zürich.

Anlässlich der Versammlung hören Sie einen Vortrag:

„Ein Mann, eine Leidenschaft und seine r-evolutionären Buntbarsch-Beobachtungen.“

Der Schweizer Dr. h.c. Heinz Büscher-Hager erzählt über seine sensationellen Entdeckungen im Tanganyikasee.