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Appell an Tourismus: Helft dem Wild!

News

Appell an Tourismus: Helft dem Wild!

Ruedi R. Suter

Touristen und Touristinnen sollen helfen, die bedrohte Tierwelt Afrikas besser zu schützen. Dies fordert jetzt auch Michael Chase, Direktor von «Elephants without Borders». Was für Botswana gelten soll, hat für ganz Afrika Gültigkeit: Mehr Engagement der Tourismus-Industrie für das Überleben der Wildtiere.

Botswana galt bislang als Musterland, was seine Wilderei-Abwehr betrifft. Nicht zuletzt auch deshalb, weil den Rangern die Armee beisteht. In letzter Zeit jedoch bröckelt der gute Ruf. Seit Jahresbeginn sollen in einem der beliebtesten Safari-Ziele 40 Elefanten gewildert worden sein, schreibt das einheimische Portal «Southern & East African Tourism Update». Um welche Gegend es sich genau handelt, gab das Portal nicht bekannt.

Hingegen zitiert es Michael Chase, den Gründer und Leiter von «Elephants without Borders» (EWB). Dieser erklärte, die Elefanten seien in einem berühmten Wildnisgebiet umgebracht worden, das «von einem der grössten Ökotourismus-Reiseunternehmen der Welt» genutzt werde. Unverhohlen fordert Chase nun die Tourismusunternehmen auf, sich mehr für den Schutz der Wildtiere einzusetzen

«Die Region», sagte Chase, «hat eine starke militärische Präsenz mit zwei Flugplätzen. Von der Regierung Botswanas kann jedoch nicht erwartet werden, dass sie diese Wilderei allein beendet. Es ist auch die Pflicht aller Tourismusunternehmen, welche die Verantwortung für die Schutzgebiete mit übernommen haben, mehr Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen ihr Geld auch dort einsetzen, wo sie von der Natur profitieren und so mithelfen, den Schutz des Naturerbes Botswanas zu verstärken.»

Auch wir Touristen und Touristinnen sind gefordert

Überdies forderte der Direktor der Organisation «Elefanten ohne Grenzen» die Tourismuskonzerne wie auch kleiner Unternehmen auf, keine Lodges mehr in Gebieten mit Weltnaturschutzerbe-Status zu bauen. In Botswana ist dies beispielsweise das Okavango-Delta (seit 2014) und in Tansania die Serengeti (seit 1979), welche durch den Bau zu vieler neuer Lodges heute bereits unter einem touristischen «Overkill» leidet. Viel wichtiger, so Michael Chase, sei es heute, den «Wahnsinn der Wilderei» zu stoppen - mit Hilfe der Touristen und Touristinnen.

«Elephants Without Border» führte 2018 unter der Leitung von Chase und zusammen mit dem Departement für Wildlife und National-Parks (DWNP) die Elefantenzählung im Lande durch. Die Jumbo-Population blieb in den letzten 15 Jahren stabil und wird heute auf rund 130'000 Tiere geschätzt. Bedroht wird sie vor allem aus den Nachbarländern, von wo die meisten Wilderer infiltrieren.

Diese bilden auch eine Gefahr für die ambitionierten Schutzanstrengungen bei den Nashörnern, die auch aus den für sie gefährlichen Nachbarstaaten ins Okavango-Delta gerettet werden. Mehr dazu finden Sie hier: «Arche Noah für die Rettung der Nashörner». fss

© Foto by Gian M. Schachenman