Förderprogramme für Mensch und Tier

Der Verein FREUNDE DER SERENGETI SCHWEIZ (FSS) ist primär eine Organisation zum Schutz der Wildtiere. Die Massnahmen lassen sich jedoch längst nicht mehr auf die Schutzgebiete allein beschränken. Vielmehr sind ganzheitliche Lösungen zur Erhaltung weitreichender Lebensräume gefragt. Von de Wildtieren hängen auch die Jäger- und Sammlervölker ab. Der FSS setzt sich darum auch für ein Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Pflanzenwelt ein.

So unterhalten wir auch Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Sensibilisierung der Menschen, etwa in Umweltfragen. Denn nur gut ausgebildete Wildhüter und Wildhüterinnen können die Wilderei effektiv bekämpfen, nur sensibilisierte Menschen werden sich für das friedliche Nebeneinander von Mensch und Tier einsetzen, nur eine vom Tourismus direkt profitierende Bevölkerung wird den Wert einer intakten Tierwelt erkennen.

Tanzania People & Wildlife: Förder- & Schutzmassnahmen

Das Zentrum der amerikanisch-tansanischen Organisation Tanzania People and Wildlife Fund (TPW) befindet sich in Noloholo an der südöstlichen Grenze des Tarangire-Nationalparks. Sie stellt die Bedürfnisse der Landbevölkerung in der Massai-Steppe in den Mittelpunkt ihrer ganzheitlich ausgerichteten Aktivitäten. Dazu zählen Ausbildungsangebote, Massnahmen zur Reduzierung von Mensch-Wildtier-Konflikten, ein sorgsamer Umgang mit schwindenden Ressourcen und die Schaffung von Verdienstmöglichkeiten für die von Armut betroffenen Anwohner.

Ujamaa Community Resource Team: Bildung und Entwicklung

Die Nationalparks sind umgeben von einem stets knapper werdenden Lebensraum, den sich verschiedenste Interessengruppen mit den ortsansässigen Menschen und den Wildtieren teilen müssen. Dabei treffen traditionsreiche Kulturen und Ethnien aufeinander, deren Lebensgrundlage durch die zunehmende Besiedlung und das Vordringen der Landwirtschaft bedroht wird. Der rasante Bevölkerungszuwachs und die übergrossen Viehherden der Massai-Hirten führen zu einer bedrohlichen Übernutzung der natürlichen Ressourcen und zu einer Zunahme von Mensch-Wildtier-Konflikten. Die Entschärfung der Situation liegt in einer zukunftsorientierten Verwaltung und nachhaltigen Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

Das Ujamaa Community Resource Team ermöglicht Angehörigen indigener Volksgruppen - Hadzabe, Massai, Datoga und Akie - den Zugang zu höherer Bildung. Ziel ist es, die heranwachsende Generation zur Wahrnehmung ihrer politischen und juristischen Rechte und der nachhaltigen Sicherung ihrer Existenzgrundlage zu befähigen. Zugleich bietet die konsequent angewandte Frauenförderung den Mädchen und jungen Frauen eine Chance dem verhängnisvollen Kreislauf von früher Verheiratung und Mutterschaft zu entgehen. Ein entscheidender Faktor, wenn man bedenkt, dass das ländliche Tansania bevölkerungsmässig eine der höchsten Zuwachsraten weltweit aufweist

GAWPT: «Rafiki wa faru» - Wissensvermittlung und Sensibilisierung

Die Zukunft des Mkomazi-Nationalparks und des darin angesiedelten Rhino-Projekts hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz der Bevölkerung in den umliegenden Dorfgemeinschaften ab. Zur Umweltsensibilisierung von Schulkindern, Lehrpersonen und Amtsträgern aus der Nachbarschaft wurde speziell das wissenschaftlich begleitete Ausbildungsprogramm «Rafiki wa Faru» erarbeitet. Gute Strassenverhältnisse vorausgesetzt, finden die Exkursionen in den Mkomazi-Nationalpark einmal wöchentlich statt. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Parkverwaltung Tanapa und den Schul- und Gemeindebehörden durchgeführt. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm: Tier- und Pflanzenkunde, Spiel, Spass und Nashorn-Beobachtungen aus nächster Nähe. Grosser Beliebtheit erfreuen sich die Begegnungen mit Vertretern der Rhino-Überwachungstruppe. Die Schilderungen ihres Berufsalltags im Dienste der bedrohten Tiere sind für die Besucher jeweils besonders spannend. Von 2008 bis Ende 2014 nahmen mehr als 5200 Kinder und Erwachsene an den beliebten Ausflügen teil.